Die Aktion Nr. 3: Penny Rimbaud und Gerald Grüneklee

Die 3. Ausgabe der neuen „Aktion 4.0“ nähert sich konzeptionell weiter der Pfemfertschen „Aktion“ von 1911-1933 an: kritische Beurteilung der Zeit und der ihr zugehörigen Zeitgenossen, neben Poesie und Kunst. Diesen Weg werden wir weiter verfolgen. Essays sind wichtig. Sie werden weiter vorn stehen. Aber ohne Literatur und Kunst sind sie isoliert von ihrem geistigen Umfeld. Ein Prozeß, der ohnehin schon läuft in jenem Pattformkapital-gelenkten Staatswesen, das uns gerade zur Unheimat gerät.

Der späte 11. Mai also ganz im Zeichen des Anarchismus.
Unser Freund Penny Rimbaud, Schlagzeuger der legendären 80er Jahre Anarcho-Punk-Band “Crass“, Mit-Erfinder des selbsorganisatierten Musikvertriebs, Poet, Philosoph und Co-Herausgeber von Exitstencilpress, sendet aus dem Nordosten von London ein Gedicht über die Normalität, die unser Problem ist.

Gerald Grüneklee versteht sich als Randfigur, Zeit- und Augenzeuge in verschiedenen sozialen Bewegungen. Langjährig prekäre Existenz in verschiedensten Tätigkeiten, u.a. in der Buchbranche als Publizist, Antiquar, Buchhändler, Verlagsservice, Lektor, Rezensent. Seit Beginn der 1990er Jahre bis zur Auflösung um 2000 in der “Anares Föderation anarchistischer Verlage und Vertriebe” aktiv. Ab 2000 mehrere Jahre eigener Buchladen in Bremen. Derzeit Lohnarbeit als Sozialpädagoge. Seit 2014 versendet er unaufgefordert und unregelmässig den „Ziegelbrenner“, einen digitalen Baustein für die bessere Welt mit „gesellschaftskritischen Medien“. Das Motto: „Anarchie ist nicht Gewalt, Willkür, Herrschaft. Sondern das Gegenteil davon. Kein Gott, kein Chef, kein Staat. Keine Abgeordneten, keine polizeilichen Knüppelbanden, keine kapitalistische Ausbeutung. Keine Helden, kein “Deutschland sucht den Superstar”. Sondern Herrschaftslosigkeit und Selbstorganisation. Gerade das bedingt gegenseitige Hilfe, Kooperation, Verantwortlichkeit und Verbindlichkeit.“
Geralds Text ist ein Auszug aus seinem nächsten Buch, das er als „linke Corona-Kritik“ verstanden wissen will und gemeinsam mit Clemens Heni und Peter Nowak verfasst hat. Es erscheint Ende Mai bei Edition Critic.

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